Kirchberg 2 (Ø 1807) – Köniz-Wabern 1 (Ø 1842) 3-2
Ziad Kanana (2112) – Hansueli Lüthi (1839) 1-0
Matthew Haldimann (1803) – Hans Hofmann (1880) 1/2
Henryk Zmyslowski (1778) – Ferdinand Krebs (1867) 1/2
Matia Lamy-Chappuis (1589) – Serge Serempus (1845) 1/2
René Weber (1751) – Poedjo Suwendo (1779) 1/2
Ich war eher pessimistisch, was einen möglichen Punktezuwachs betraf, waren wir doch an vier Brettern ELO-schwächer. Dann zeigten aber alt und jung gute Leistungen und so bezwangen wir das favorisierte Gegnerteam.
Matia landete in einem Turmendspiel mit einem Minusbauern. Mit zwei verbundenen Freibauern hätte sein Gegner wohl gewinnen müssen, fand aber dir richtigen Züge nicht. Diese fand aber Matia und glich die Partie aus.
Henryk vermisste im Endspiel ebenfalls einen oder zwei Bauern. Weil die verbliebenen Läufer ungleichfarbig waren, reichte es dennoch zum Remis.
Matthew zeigte nach dem Match, dass sein Gegner einen Gewinnzug gehabt hätte, diesen aber ausliess. Danach mündete die Partie ebenfalls ins Remis.
Poedjo wandelte gegen mich ab Zug 13 immer haarscharf am Rande zum Verlust. Nachdem er sich etwas konsolidieren konnte, bot er remis an, was ich ablehnte, weil ich mich immer noch im Vorteil sah. Die sonntägliche Fritz-Analyse zeigte tatsächlich aber 0.00 an. Ein paar Züge später erspähte ich ein interessantes Qualitätsopfer, an welchem ich lange herum studierte. Weil mir meine Frau schon mehrfach empfohlen hatte, ja nicht zu opfern, weil ich dann immer verliere (was tatsächlich stimmt), verzichtete ich schweren Herzens. Gemäss Sonntags-Fritz wäre das Opfer der klare Gewinnzug gewesen. Weil ich sah, dass Ziad seine Partie wohl gewinnen würde, bot ich etwas später ebenfalls remis an, was diesmal Poedjo ablehnte. Nur zwei Züge später kam dann wieder ein Remisangebot von ihm, welches ich aus mannschaftstaktischen Gründen annahm, obwohl ich vermutete, dass ich deutlich besser stehe, was sich am Sonntag dann auch bestätigte.
Ziad stand nach der Eröffnung besser als sein Gegner. Nach einem kleinen Durchhänger nahm er wieder Fahrt auf und führte das Endspiel souverän zum viel bejubelten Sieg.
Ich entschuldige mich bei meinen Mannschaftskollegen, weil mein Bericht über ihre Partien immer etwas stiefmütterlich ausfällt, währenddessen ich meine Partie immer ausführlicher bespreche. Natürlich hat dies seinen Grund; nach der maschinengestützten Analyse weiss ich darüber einfach viel mehr.
René Weber, stv. Mannschaftsleiter