Kirchberg (Ø 2000) – Bern 6 (Ø 1723) 3.5-2.5
Marco Lehmann (2335) – Timo Braun (1769) 1-0
Andreas Lehmann (2234) – Simon Rufener (1831) 1/2
René Tanner (1910) – Gion Schäfer (1708) 1-0
M’hamed Heniche (1878) – Joah Portner (1718) 1/2
Henryk Zmyslowski (1836) – Felix Lohmiller (1559) 0-1
Hanspeter Luginbühl (1805) – Cécile Semelet (1750) 1/2
Ich konnte eine starke Mannschaft aufbieten und rechnete dementsprechend mit einem Kantersieg gegen das bisherige Schlusslicht Bern 6. Dabei blendete ich aber aus, dass wir gegen die Berner schon fast traditionell in jeder Begegnung grobe Böcke schiessen. So auch diesmal, wodurch nur ein Minisieg resultierte.
Henryk spielte seine letzte Partie für unser Team, er wird im August nach Polen zurückkehren. Leider erwischte er einen rabenschwarzen Tag. Er gab zwei Figuren für einen Turm und verlor praktisch zeitgleich auch noch zwei Bauern, so dass er nach weniger als einer Stunde Spielzeit gegen den 9 Jahre alten Felix aufgeben musste.
Die Partie von René Tanner dauerte ebenfalls nicht lange, aber mit umgekehrten Vorzeichen. Den schwarzen Tag zog sein Gegner ein, verlor rasch zwei Bauern und gab kurz danach auf.
Marco sah sich mit einem Bauernsturm gegen seinen König konfrontiert. Er behielt aber die Übersicht und verstärkte sukzessiv seine Stellung, bis sein Gegner in aussichtsloser Lage das Handtuch warf.
Andreas stand längere Zeit immer etwas besser und suchte die entscheidende Kombination. Sein Gegner verteidigte sich aber geschickt, so dass die Partie schliesslich remis ausging.
Hanspeter konnte seine Lieblingseröffnung Englundgambit anwenden. Weil seine Gegnerin dagegen nicht die besten Züge fand, gewann er einen Bauern und hatte zudem die klar bessere Bauernstruktur. Im Turmendspiel operierte er aber vermutlich mit seinen Bauern nicht optimal und musste sich deshalb mit einem Remis zufrieden geben.
M’hameds Gegner gab eine Figur für drei Bauern. Dadurch entstand eine schwierig einzuschätzende Stellung, wohl mit Chancen für beide Seiten. Gegen Ende der Partie schien dann ein Sieg für M’hamed möglich zu werden. Weil Joah aber immer wieder gute Züge fand, war’s dann am Schluss eben doch remis.
René Weber